Donnerstag, 29. Mai 2014

Budapest is always a good idea



Sonnenschein. Fröhliche Gelächter. Unerwartete Gewitter. Non-stop Clubs. Aufregende Fremden. Wilder Tanz. Heißer Kuss. Alte Freunde. Schlaue Gedanken. Der einzige Ausgang. Roter Sonnenuntergang.
Die unendliche Freiheit dieser Stadt küsst mich auf die Wange jeden Sommer. Seit ich täglichen Kontakt mit Budapest habe, fehlt es mir immer schwerer, heimzukehren. Im April haben mich meine Freunde aus Leipzig besucht, und wir hatten unglaublich viel Spaß in unserer kleinen Welt, die nur uns gehört.

Ich sitze seit Stunden vor meinem Laptop und versuche meine Gedanken in Worte zu fassen, aber mir fehlen einfach die Worte, wenn ich das beschreiben muss, was mir Budapest wirklich bedeutet. Es ist wie ein Versteck, wo ich frei auf den Straßen rumspazieren kann, ohne dass mich irgendjemand erkennt, und ich einen Vortrag von meinem perfekten Leben machen soll.
Es ist ein Liebesinsel, wo ich plötzlich geliebt werden kann, in die Abenddämmerung flüchte ich laufend vor meinen Demons, die mich tagelang verfolgen. Ich schreie fröhlich in die Nacht und schließe die Morgensonne fest in die Arme, damit die Wärme mich niemals vergisst. Ich rieche Kaffee, Döner, Wein und süße Lügen in der Luft. Obwohl mein Körper sich ermüdet, kann sich meine Fantasie keine Ruhe finden, und ich suche ununterbrochen nach Schätzen, bis er mich plötzlich zu sich zieht, um mich zu beruhigen, und leise in mein Ohr flüstert: „Ich mag dich.” Ich schließe meine Augen und der Sommer wird vom Wind wieder verweht. Er kommt unerwartet und verlässt mich in einer einsamen Sekunde.


Ich versuche natürlich so viel Zeit in Budapest zu verbringen, wie es möglich ist, auch wenn es mir an Geld und Zeit mangelt. Ich glaube, das ist das Einzigste, was mir in Ungarn wirklich am Herzen liegt. Ich könnte nie richtig beschreiben, was alles ich dort erlebt habe, jede Ecke ist mir bekannt, jeder Sonnenuntergang kommt mir anders vor, jede Erinnerung ist etwas Besonderes, die einen bitterlichen Geschmack hat, genau wie der Sommerregen. Ich bin in ewiger Liebe mit dieser Stadt, und koste jeden Moment aus, der meine Seele berührt.
Diesmal zeige ich euch die Fotos, die meine liebe Júdithka gemacht hat, dieser Post geht um mehr Spaß und weniger Liebe und Romance, aber glaubt mir, ihr könnt in der ungarischen Hauptstadt alles finden, was euer Herz sich begehrt. In der Zukunft erzähle ich euch sicher mehr von der Stadt und mache direkt ein „Diary”, doch bis dahin habt ihr diese Fotos zu bewundern, Sarkasmus fehlt ja auch nicht. Am Sonntag (oder Samstag) veranstalte ich ein neues Gewinnspiel, also schaut mal vorbei und am Wochenende kommt auch ein neuer Outfitpost, weil ich mit den gestrigen Fotos nicht besonders zufrieden bin.
Wart ihr mal in Budapest? Was hat euch am Besten gefallen?


Dienstag, 20. Mai 2014

No rest for the wicked



Seit ich von der "Conchita-Erscheinung" ununterbrochen verfolgt bin, muss ich meine Gedanken unbedingt in Worte fassen, auch wenn es die ganze Woche Gesprächstoff Nummer 1. war. Wie ich es von meinen deutschen Freundinnen gehört habe, war es zumindest in Deutschland gar keine große Sache, dass eine bärtige Frau ESC gewonnen hat. Die Tatsache aber, dass meine Startseite für eine ganze Woche mit fiesen Kommis und Karikaturen vollgestopft war, hat mich ein kleines bisschen aus meinem Ruhezustand aufgeweckt. Es gab bei uns soo einen riesigen Skandal, dass auch noch eine berühmte Partei das Bild von Conchita für ihre Kampagne gegen Schwulen und EU verwendet hat, mit dem Sprichwort: „So sieht IHR Europa aus (mit dem Bild von Conchita), so sieht aber UNSER Europa aus (mit dem Bild von einer Ungarin im Volkskostüm).” Ich bin in der Politikwelt gar nicht tätig, und will auch nicht verstehen, wozu man fähig sein kann, wenn man Macht hat, aber „Nazi-Partei” hin oder her, ich war total verblüfft, dass eine politische Partei so etwas auf Facebook teilen kann, und es gibt sogar Tausende, die damit einverstanden sind. Es macht mich richtig traurig, dass es der Menschheit durch die Jahre, durch soo viele Kriege und Hass noch immer nicht zu Bewusstsein gekommen ist, dass die Worte Kraft und Bedeutung haben. Und diesmal ist es mir so gut wie scheißegal, ob jemand Bart trägt oder nicht, ob „jemand sich nicht entscheiden kann, ob er eine Frau oder ein Mann ist”, ob jemand schwul, lesbisch, heterosexuell ist, mir ist es auch egal, wie man sich präsentiert, ob man alles nur für Fame oder Geld macht, solange mir dieser Mensch nichts zuleide tut.
Viele haben sich richtig hochintelligent und menschenfreundlich, manchmal sogar mitfühlend geäußert: „Ich bin nicht gegen Homosexualität, ich akzeptiere die Homosexuellen, aber der ist hier echt ein dämlicher Schwuchtel.” (????) Ob Einschulung wirklich überall obligatorisch ist, weiß ich ja auch nicht, aber zu dieser Zeit frage ich mich, in was für einer abgefuckten Welt lebe ich überhaupt…? Eins muss man gestehen: wir können nicht erwarten, dass Andere unsere Art und Weise akzeptieren, wenn wir gegen die Anderen sind. Ob jemand sein ganzes Aussehen für reine Aufmerksamkeit drastisch verändert?  Das heißt Marketing oder Karriereaufbau. Wir, Menschen sind soo vielfältig, leben anders, verdauen negative und positive Erlebnisse anders, wir lieben anders, machen alles anders, jeder so, wie er das selbst am Besten kann. Ich würde niemandem Schuld geben, weil er besser leben will, jeder will Karriere machen, glücklich und erfolgreich sein, jeder hat seine eigenen Tricks und Mittel, um das Ziel zu erreichen. Wieso sollte ich das bestimmen, was normal ist? Was heißt eigentlich das Wort: NORMAL? Wieso wird alles als normal bezeichnet, was die Gesellschaft macht? Wieso existiert dieses Wort überhaupt? Dieses Wort ist verantwortlich für so viele Schmerzen in der Welt: „Du bist nicht wie ich, ich werde dich nie akzeptieren, weil du anders bist.”
Unsere sexuelle Orientierung können wir nicht wählen. Wenn das normal wäre, wenn ich eine Frau lieben sollte, könnte ich das wahrscheinlich genauso nicht, wie ein Mann, der in seinen besten Freund verknallt ist. Als ich im Winter in Budapest unterwegs war, habe ein süßes Pärchen in der U-Bahn gesehen. Sie waren frisch verliebt, in ihren Blicken konnte man jedes Mal feststellen, dass sie in der früheren Phase der Beziehung sind, ihre Augen strallten vor Aufregung und waren beide verlegen und voller Freude. Mein allererster Gedanke war, wie wunderbar die Liebe ist, und dass es mir sehr Leid tut, dass ich daran bisher noch nicht teilnehmen konnte, und nicht das, dass sie eigentlich schwul sind. Sie haben einander nicht mal berührt, und kein Händchen gehalten, kein Körperkontakt, trotzdem war die ganze U-Bahn eine riesige pink Wolke. Natürlich hat das niemand außer mir mitgekriegt, da alle Magazine gelesen oder Musik gehört haben, aber das macht nichts, die Menschenmenge hätte sonst auch nichts mitbekommen, weil die Menschen einfach unendlich blind sind, auch wenn irgendwas OFFENSICHTLICH vor ihren Augen passiert, merken sie das nie. SEHEN- dafür sind die Augen da und Punkt. Die Vorstellung, dass man auch mit dem Herzen und der Seele sehen sollte, bleibt nur für unrettbare Romantiker. So kann es nur vorkommen, dass wir die Anderen nicht verstehen können, und fingen an ZU HASSEN, statt kennenzulernen oder zu „blättern”. Und wir regen uns total auf, wenn jemand einen auffallenden Stil hat und noch dazu gegen Diskriminierung kämpft, weil uns seine Präsenz irritiert. Und? Wow jemand trägt Bart aber sieht wie eine Frau aus! Hm. Das wars. Nichts passiert. Wir leben noch, keine Apokalypse passiert,  keine schlechte Wirkung auf die richtig moralische Gesellschaft gehabt, die Augen unserer Kinder den Anblick der bärtigen Frau überlebt, wieso ist diese ganze Übertreibung überall?
GO GET YOURSELF A LIFE!
 Es handelt sich um TOLERANZ. Nicht nur Schwulen, Transexuellen, Bisexuellen, sondern jedem einzelnen Menschen gegenüber, der auf der Erde sein Leben führt. Solange jemand unsere Sicherheit nicht gefährdet, hat er Recht, das zu machen, was er für richtig hält.
Und ja, ich lebe lieber in einem Land, wo auf den Straßen „bärtige Frauen spazieren”, als in einem Land, wo es natürlich ist, die Menschen zu verurteilen, die man nicht einmal kennt.
Soviel zum Thema ESC. Was ist eure Meinung von Conchita und dem Skandal?
 
/Vans: DEFSHOP ,Necklace: EFOXCITY ,Sweater: FRONTROWSHOP/

Dienstag, 13. Mai 2014

It's not over, till it's over



Eure Kinga ist wieder da. Ausgeschlafen, ohne Mathebücher, ohne Stress.
Schule ist für mich offiziell vorbei, die schriftlichen Prüfungen (Ungarisch, Mathe, Geschi, Englisch) sind schon hinter mir, bis 18. Juni habe ich noch Ruhe. Ich hätte niemals gedacht, dass die Zeit so schnell kommt, wann ich nicht mehr um halb 8 aufstehen muss, und mich auf den nächsten Tag nicht vorbereiten soll. Es fühlt sich eher komisch an, als angenehm. Bisher hatte ich immer Ziele, die ich erreichen wollte, für die ich hart gearbeitet habe, jetzt weiß ich nicht, was ich in meiner endgültigen Freizeit anstellen soll. Kennt ihr die peinliche Situation, wenn ihr am Tag nichts vor habt, und ihr könnt euch euren Hobbys widmen, stattdessen guckt ihr tagelang langweilige Dramas, spielt Fruit Ninja (in der Abizeit bin ich davon ganz schön abhängig geworden) und macht nichts Sinnvolles? Bei mir heißt es: entweder keine Freizeit und harter Job oder Chillen im Bett bis zum Einschlafen.

Bestes Internetgespräch meines Lebens, das mein Jahr zusammenfasst:
-       Ich bin grade aufgestanden, nach 10 Stunden Schlaf bin ich aber noch immer super müde. Wie ist das möglich?
-        Story of my life.
-        Ach, halt die Klappe, du schläfst doch nie, du bist ein Roboter.
-        Doch! Ich schlafe wieder seit ein paar Tagen!

Ihr könnt schon herausfinden, was ich gesagt habe, oder? :D

Gehen wir zurück in die Vergangenheit: am 30.April hatten wir die Abschlusszeremonie, wo wir, Abiturienten von unserer geliebten Schule (keine Ironie, ich mochte mein Gymnasium) Abschied nehmen mussten. Wenn du zum letzten Mal in deiner Schulbank sitzt, die immer dir gehört hat, und deine Klassenlehrerin Weisheiten erzählt, und sagt, dass es das letzte Mal ist, dass deine Klasse noch zusammen ist, dann fasst du endlich, dass es tatsächlich vorbei ist. Ich hatte das Glück, gute Klassenkameraden zu haben, mit denen ich immer gut ausgekommen bin. Wir haben verschiedene Parties organisiert, und ganz viele Sachen zusammen unternommen, deswegen habe ich das Schulende gar nicht gefeiert. Normalerweise poste ich nichts aus meinem Intimbereich (LOL), weil meine Privatsphäre sowieso todlangweilig ist. Diesmal veröffentliche aber die, am besten gelungenen Fotos von der Zeremonie, damit ihr persönlich mitbekommt, wie es bei mir läuft.
Am Montag begann der große Abistress, 4 Tage Durchfall, 4 Tage Süchtigkeit nach Pillen gegen Herzrasen und dauernde Unausgeschlafenheit, nicht zu schweigen von Enttäuschungen und falschen Hoffnungen. Donnerstag habe ich mir allerdings anders vorgestellt: ich dachte, ich gehe nach Hause und tanze vor Freude und singe Kpop Songs, deren Text ich nicht einmal weiß. Stattdessen habe ich gegessen, und sagte:
Just let me die for a while, please.
Solche Müdigkeit habe ich vielleicht noch nie gefühlt. Dann habe ich den ganzen Tag Nyan cat for 100 hours geguckt, und das fand ich auch mal super lustig (WTF?), und ich habe auch bei Witt-Weiden neue Schultaschen gefunden, als mir der Groschen fiel, dass ich nie wieder zur Schule muss.
Ich weiß das Ergebnis des Abis natürlich noch nicht, aber ich werde euch Bescheid sagen, falls ich mich wegen unausstehlicher Neugierde nicht vergrabe.
Dieses Jahr war lächerlich kurz und unglaublich ermüdend. Ich musste doppelt so viel lernen, als bisher, obwohl ich weder Lust noch Energie hatte. Ich kann es noch immer nicht fassen, dass es tatsächlich vorbei ist. Von heute an bin ich für euch wieder da, ich werde mich mit Fotografie beschäftigen, beantworte gerne eure Fragen und blogge jede Woche. Versprochen! Und ja: Ich möchte mich für eure lieben Kommis bedanken: obwohl ich ganz schwere Sachen durchziehen musste, war ich gar nicht unmotiviert, weil so viele Leute mich begeistert haben! Vielen, vielen Dank für eure Unterstützung, ihr gebt mir so viel Kraft und Inspiration!!! Ihr seid auch Teil meines Lebens, wir haben dieses Schuljahr zusammen geschafft, also seid mal stolz auf euch haha :D Ohgott ich will gar nicht zurücklesen, was ich grade getippt habe, weil es sooo schleimig ist PFUI. Guckt einen Horrorfilm, damit ihr wieder den richtigen Weg findet :D



Donnerstag, 1. Mai 2014

Sweet mistakes we made



Hallihallo meine kalten Wesen!
Ich melde mich diesmal am Donnerstag, WHAT? Sowas ist im letzten Jahr noch nie passiert, oder? Es geht aber leider nicht darum, dass ich mehr Zeit habe, sondern darum, dass ich an den kommenden 3 Tagen mehr lernen muss, als jemand auf der Erde. Am Montag geht die Abizeit los, gestern hatten wir die Abschlusszeremonie, und dank meines Vaters werdet ihr in der Zukunft ganz viele Fotos davon sehen, falls wir auch die Bilder bekommen, die der Kameramann im Klassenraum gemacht hat. Wenn ihr mir jetzt erlaubt, würde ich heute darüber nicht weiter plaudern, es macht mich schon jetzt total traurig, dass ich meine Klassenkameraden von heute an viel seltener zu Gesicht bekommen werde. Wir müssen uns erstmal aufs Abi konzentrieren, nächste Woche habe ich vier Prüfungen, bitte drückt mir also die Daumen^^
Diese Woche habe ich ganz viel unternommen, und letzte Woche haben mich meine Leipziger Freunde in Budapest besucht, und -wie eigentlich immer- ich hatte schon genug Probleme mit meinem Outfit. Jedes Mädchen kennt das Gefühl, wenn mann seinen Schrank öffnet und einfach gar nichts findet, was zum Anlass passen würde. Bei mir ist es auch ein großes Haken, dass ich keine Klamotten finde, die zusammenpassen. In der letzten Zeit gehe ich nicht mehr in die Innenstadt, sondern ich bestelle alles online. Gut, bequem, bei manchen Webshops läuft der ganze Prozess richtig schnell, und die Qualität ist auch immer top, noch dazu trägt die Sachen niemand außer vielleicht ein paar Fashionistas. Bestellt ihr auch oft online? Was ist euer Lieblingswebshop?
Ich frage mich sehr oft, wann ich endlich behaupten kann, dass ich ein geiles Spontanoutfit „zusammenbasteln” kann. Wie viele Sachen muss ich noch bestellen, kaufen, nähen? Die richtige Antwort lautet genau wie die Kreiszahl: UNENDLICH. (Lol, ich kann von der Mathe einfach nicht abstrahieren)
Meine Mutti beschwert sich jedes Mal darüber, dass ich niemals die Klamotten kaufe, die ich wirklich brauche. Wenn ich zB. nach Sportschuhen suche, entdecke ich neue High Heels in H&M und ich muss sie natürlich beschaffen statt die langweiligen Sportschuhe. Oder mir fällt plötzlich ein, dass es in 2 Monaten wieder ganz heiß wird, und ich gucke auf Defshop nach, was ich mir zu einer Beach-Party anziehen könnte, dann sehe ich supergeile Boots in einer Werbung und natürlich spielt es gar keine Rolle, dass ich schon hundertausendmilliard Boots habe, ICH BRAUCHE NEUE und zwar gleich, also sofort in den Warenkorb, Achtung, fertig, los und shoppen! Ich überlege mir grad, statt Bloggen mit etwas Anderes anzufangen, bevor die deutschen Webshops mich zu einer komplett verrückten Shoppingsüchtigerin machen… Dafür ist es wohl zu spät, oder?
Nächstes Wochenende bin ich für euch wieder da, wenn die schriftlichen Prüfungen schon hinter mir sind. Jetzt habe grade Lebensangst, bete für mein Leben, beiße meine Sünden, oh Gott bitte hilf mir… Fighting!!