Sonntag, 27. Oktober 2013

That's how summer passed



Herbstferien. Chillen pur. Hm endlich kann ich durchatmen, oh mein Gott *.* Das heißt natürlich lange nicht, dass ich nichts zu tun habe… Ich war in der letzten Zeit so gestresst, dass ich schon vom Aussterben bedroht war.
Wie die Lage aussieht (und was mein Herz sich so sehr begehrt), fahre ich im Dezember wieder nach Deutschland, hoffentlich kann ich noch diese Woche die Zugtickets kaufen… Huh bin ich total begeistert! Uuund meine Deutschen planen den Silvester in Budapest zu verbringen, ich muss also nachschlagen, was für Partys es geben wird, wo wir essen und feiern können, nicht zu schweigen von der Unterkunft! Das Ende des Jahres scheint super aufregend zu sein, und ich muss jeden Tag fleißig beten, damit alles klappt und nichts schief läuft. Ich bin grade in der Phase, wo alles herrlich ist und es scheint so, als hätte ich alles im Griff. Für eine kurze Weile.
Vor einem Monat haben wir ein Probenabi in Geschichte geschrieben und…. Meins wurde das Beste in der Klasse *.* Schuldigung fürs Selbstlob, aber ich war einfach im siebten Himmel, als ich erfahren habe, dass mein Text 89% ist, weil ich vier Wochen lang fünf Stunden pro Tag gelernt habe. Ich hatte ständig interessante Dates mit dem Sonnenkönig und ich war immer kampfbereit gegen die Türken. Tja, erschreckende Zeiten. Aber ich habe mir am Anfang des Schuljahres bzw. Abschlussjahres geschworen, dass ich immer mein Bestes gebe (I just do my justice -> Englisch muss auch verbessert werden…aber wozu?! :SS), egal wieviel Zeit, Energie und Anspannung es mir kostet. Und ich bin in der Zwischenzeit fast (aber)gläubig geworden, dieses Jahr kann ohne die Gotteshilfe nicht geschafft werden haha.
Woran denkt euch, wenn alles so unendlich scheiße zu sein scheint?
Ich denke jedenfalls an die romantischen Sommertage, als ich immer unterwegs war, manchmal mit dem einen oder dem anderen. Oh, unvergessliche Erlebnisse. Als der Sommer vorbei war, habe ich mich gefragt, ob ich irgendwann verliebt sein werde, eine gute Karriere mache, mich weiterbilde blahblah. Die typischen philosophischen Zukunftsfragen, auf die niemand die richtige Antwort kennt. Aber wenn ich meine Augen schließe, weiß ich genau, was ich erreichen will und was mich dazu führen kann. Ich brauche Herausforderung und meine Vorahnung pfeift immer etwas Positives, auch wenn ich am Ende meiner Nerven bin.
Und heute leben wir eine Stunde weiter. Ab in den Wald!


Sonntag, 20. Oktober 2013

We're waiting for the sandman, but he never hears the call



Ich weiß wirklich nicht, wie ich meine Enttäuschung überspielen sollte. Die Menschheit scheint manchmal einfach so bescheuert zu sein, dass ich manchmal nachdenken muss, ob ich noch immer eine von ihnen bin und die Leute um mich herum nicht wiedererkennen will, weil es mir selbst peinlich ist, wie einige sich verhalten. Vielleicht liegt es daran, dass ich schlecht erzogen wurde, die Verantwortung wird von meinen Eltern übernommen. Die Dinos haben mir nämlich beigebracht, dass egal wie ich mich fühle, ich muss immer freundlich, höchstintelligent, nett und hilfsbereit wirken, auch wenn ich die Person am Liebsten zur Hölle schicken würde. Aber man schluckt den Hass runter und versucht sich treu zu bleiben.
Ich weiß ja auch nicht, wie der große Erfolg einen verändern kann, ich bin tja nur ein Durchschnittsmensch, eine verlorene Ungarin, eine erfolgslose Bloggerin, die darauf wartet, dass die Welt von ihr gerettet wird. Ich habe keine Ahnung, wie das sich anfühlt, auf dem Laufsteg zu glänzen, im Mittelpunkt der Modewelt zu stehen, mit Versace Models auszugehen, auf Paris Fashion Week zu fliegen, tausende Sponsors zu haben, ich bin einfach die verrückte Tochter des Waldes, deren Herz sich immer nach der Ferne sehnt. Man erreicht nach wie vor den Punkt, wo man richtig Bock hat alles aufzugeben, weil es so scheint, dass es alle anderen so gut haben und sie alle Sachen auf Schritt und Tritt bekommen, wofür du jahrelang gearbeitet hast. Life is unfair, man muss sich damit abfinden, wie auch immer.
Ich sitze gerade in der Bahn, meine Ohren genießen Foals Musik und jeder schaut mich so blöd an, was für ein Scheiß ich tippe, was ist das für eine Sprache überhaupt? Hier spricht niemand deutsch. Außer mir of course. Hier ist man wohl allein mit seinen herrlichen deutschen Vorstellungen und Redewendungen. Oder besser gesagt, ich bin damit allein! Nicht als ich ständig alleine wäre. Mein Skype läuft wie die Pest, und ich bin eine geborene Whatsapperin.Also zurück zu unserem Thema: nichts im Leben würde mich dazu bringen, mich so wie ein Arschloch zu benehmen. Dann wäre ich lieber Volltrottel genannt, aber ich verweigere mich, vom Erfolg  spießig und vollkommen blind zu sein, und alle anderen zu verachten, die noch am Anfang ihrer Karriere sind. Ich werde mich für eure Kommis auch nach hundert Jahren freuen und euch zurückschreiben, wenn ihr etwas unbedingt wissen wollt. Und ich werde niemanden zerstören, damit manche mich für besser und wichtiger halten. Menschheit, du bist voll komisch zu dieser Zeit.





Sonntag, 13. Oktober 2013

When I die, I'll go to heaven because I've spent my time in hell



Zitternde Hände, wir beobachten den Himmel und stellen uns vor, wir wären Sternen. Wir gucken uns lachend die alten Fotos an, dann schnürt uns die Kehle zu und wir freuen uns nie wieder. Wir werden blass, right back where we started from, wir vergeuden uns wieder unser Leben, unsere Zeit geht vorbei, die Tränen fließen weg, nichts ist so, wie es einmal war.
Ich weiß nicht, ob ich überhaupt wach bin. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich gar nicht am Leben bin und ich wache auf, um zu schlafen. Aber Dämonen laufen immer hinter mir her, die jagen meine Seele und sie saugen meine Freude. Wenn etwas Schönes passiert, habe ich die Angst, dass danach etwas Schlechtes kommt. Wie ein Geisterfahrer rase ich auf den Straßen, denke über den Tod und das Schicksal nach. Ob es überhaupt einen Zusammenhang gibt.
Gute Zeiten, schlechte Zeiten. Schlechte Zeiten. Mein Leben ist wie in der Achterbahn sitzen: ab und zu bin ich endgültig frei und gutgelaunt und dankbar für alles, was ich erlebt habe und ich könnte weinen, andererzeit heule ich tatsächlich los. Tja, ich habe den Grund dafür, aber es ist wirklich als würde ich auf Drogen hängen. Oder als wäre ich drauf hängengeblieben. Der Himmel ist pink, die Sonne ist längst runtergegangen und jedes Mal, wenn ich die Augen öffne, fängt die alte Geschichte wieder an.
Heute war ich im Krankenhaus, es wundert mich nach wie vor wie schrecklich dort alles aussieht. Nicht, wie in Deutschland. Wie nach dem zweiten Weltkrieg und es gibt dort keine Lebewesen. Nur verlorene Menschen mit beängstigendem Blick, die für ihr Leben kämpfen. Albernes Zeug, es macht nichts aus. Der Tod kommt zu den Gästen und schüttelt freundlich die Hand der leidenden Patienten. Sie bitten um Gnade, er lächelt und er nimmt sie mit. Was alles kann noch kommen, ich bin schwach und ich kann aus diesem gottverdammten Knast nicht raus.
Oh, ich habe immer noch Fernweh. Schuldigung für den Text, im Prinzip bin ich ein total fröhlicher Mensch, der mit jedem gut auskommt, aber zu dieser Zeit drehe ich immer vollkommen durch. Gott weiß nur, was mir fehlt. Vielleicht habe ich nicht alle Tassen im Schrank. Ich habe gar keinen Schrank, oder besser gesagt nicht für die Tassen. Daran liegt wohl das Problem. Ich bin so ne Textverderberin, aber ich wollte euch nur beruhigen lassen, dass ich noch bei Bewusstsein bin und ich werde vom 8. Stock nicht runterspringen, nachdem ich den neuen Post veröffentlich habe. Ich heile mich mit Sun Kil Moons Musik, die beste, die meine Ohren bisher erlebt haben. Eargasm pur. Ruht euch schön aus, ihr wollt doch nicht ins ungarische Krankenhaus?!