Dienstag, 29. Juni 2010

Der Sieger bleibt allein

Cannes, Filmfestival, 24 Stunden: Die Schönen, Mächtigen und Reichen im Scheinwerferlicht. In 'Der Sieger bleibt allein' führt uns Paulo Coelho die Abwege vor, auf die man gelangt, wenn man nicht dem eigenen individuellen Lebenstraum folgt, sondern falschen Träumen nachrennt. Zunächst die Geschichte vor den Kulissen: Die Superklasse tummelt sich in Cannes auf dem Filmfestival. Die Welt all jener, die daran glauben, dass „ein Traum kein Verfallsdatum hat“, wird durch eine Mordserie erschüttert. Ermittlungen zwischen Scheinwerferlicht und roten Teppichen. Ein nicht gerade willkommenes Spektakel. „Dieses Buch ist kein Thriller, sondern ein ungeschöntes Abbild unserer heutigen Welt.“ Und das ist es in der Tat. Ein Austragungsort für die Handlung wie er brillanter, inhaltsleerer und oberflächlicher nicht sein könnte, Cannes, ein ‚Jahrmarkt der Eitelkeiten’. Statisten, Akteure und nach dem Glück Suchende, Menschen, die falschen Träumen nachrennen, den „Manipulatoren hinter den Kulissen“ erlegen sind, wie als Marionetten geleitet, an die große Rolle, das Drehbuch für den Durchbruch, an Reichtum und Erfolg und Berühmtheit denken.-sagte Coelho.

Dieses Buch ist einfach mein Liebling. Ich liebe seinen Stil und die anderen Bücher finde ich auch supertoll! Ich biete es euch alle, wenn ihr bisschen mehr über die Berühmtheit wissen wollt. Man darf unter anderem nicht vergessen, dass nichts für immer da ist. Und was wir früher dachten (meistens über die Stars), ist es überhaupt nicht so. Paulo zeigt uns eine gequälte, erbarmliche aber wirkliche Welt- in der wir gerade leben.

Und jetzt kommt ein paar Sätze aus der Liste der normalen (durchschnittlichen) Sachen:
Es ist normal...
3. An der Uni Jahre zu verbringen, um später keinen Job zu finden.
6. Botox zu benutzen.
10. Mit keinen Fremden zu sprechen. Über die Nachbarn zu schimpfen.
12. Zu heiraten, Kinder zu erziehen, zusammenzubleiben, auch wenn die Liebe schon vorbei ist, und zu glauben, dass es das Interesse des Kindes ist. (Und dabei zu denken, dass es von den ständigen Streitereien nichts wahrnimmt.)
13. Jeden zu kritisieren, der versucht, anders zu sein.
21. Der Mode zu folgen, auch wenn es lächerlich und unbequem ist.
22. Davon überzeugt zu sein, dass jeder berühmte Mensch voll von Geld ist.
24. Jedes mögliche Mittel aufzubieten, um zu zeugen: wir sind zwar normale Menschen, stehen aber hoch über den Anderen.
35. Über den Verkehr zu schimpfen.
36. Zu glauben, dass unsere Kinder Fehler begehen, weil sie un üble Gesellschaft gerieten.
39. Darauf zu verzichten, die interessantesten Sachen der Welt zu erleben, wenn wir dazu keine Kraft mehr haben.
42. Zu denken, dass Fußball die Frauen ebenso nicht interessiert, wie die Raumaustattung und das Kochen die Männer.
44. Davon überzeugt zu sein, wenn jemand gut, anständig und ehrenhaft ist, dass die Anderen glauben, dass er schwach, verletzlich und leicht manipulierbar ist.

1 Kommentar:

  1. Hallo,
    Ich möchte mich gerne bedanken.
    Dank Ihrerer Rezension des Buches,habe ich es mir auch gekauft und war begeistert.
    Ich kann es jeden Empfehlen der die Genre mag.

    mfg
    Klaus W.

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